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hier gehts zu den Prinzenpaaren |
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| 2012 | Maximilian Pfeil | ||||||
| 2011 | Philipp Raskob und Laura Schmitz | ||||||
| 2010 | Max Bauer und Melina Krämer | ||||||
| 2009 | (leider kein Prinzenpaar) | ||||||
| 2008 | Jonas Zimmer und Laura Bauer | ||||||
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Nachdem sich der Kindergarten, aus welchen Gründen
auch immer, in späteren Jahren nicht mehr für den Kinderkarneval
verantwortlich zeichnete, waren mehrere karnevalistisch ambitionierte
Eltern der Meinung, dass es damit nicht getan sein dürfte. Gisela Vosen
nahm federführend das Heft in die Hand und organisierte 1977, unterstützt
von Hildegard Kaster, einen Kinderkarneval, der alle begeisterte. Über
den Umzug hinaus fand nun eine richtige Kappensitzung, ganz wie bei den
„Großen“ statt. Erstmals regierte eine Kinderprinzenpaar (Dietmar
Kaster und Sabine Braun), begleitet von einer Funkengarde und einem
Elferrat, allesamt in selbstgefertigten Roben. Auf den Umzug wurde aus
versicherungstechnischen und organisatorischen Problemen ab 1980
verzichtet. Stattdessen wurden die Sitzungen immer professioneller. Der
Kinderkarneval hatte zwischenzeitlich einem guten Namen, der Saal drohte
regelmäßig wegen Überfüllung aus den Nähten zu platzen. Bis 1982 konnten sich Gisela Vosen und Hildegard Kaster diese Erfolge,
aber auch die viele Arbeit anhaften. 1985 kam Caroline Schenk zu dem Führungsteam
und zeichnete sich ab 1989 für den Kinderkarneval hauptverantwortlich.
Seit 1993 wurde mit Maria Reth eine weitere Stütze gefunden und nicht
zu vergessen, Gisela Höntschke, die den Kinderkarneval 3 Jahre tatkräftig
unterstützte. In den Jahren 1996 bis 2001 wurde der Kinderkarneval durch Bianca Keweloh und Hedi Lux geleitet und organisiert. Von 2001 bis 2007 zeichneten sich Hedi Lux und Dagmar Meul für den Kinderkarneval verantwortlich. 2008 und 2009 hatte Siggi Roden den Kika in Gillenfeld gemanagt, seit 2010 sind hierfür Kerstin Schmitz und Melanie Schultheis verantwortlich. Darüber hinaus waren und sind natürlich noch
weitere Helferinnen und Helfer engagiert, um zum Gelingen der
Veranstaltungen beizutragen. Seit Beginn der 90er Jahre wird der Kinderkarneval
in enger Kooperation mit dem „Karneval-Verein
„Moareulen“ Gillenfeld 1963 e.V.
Seit der Generalversammlung vom 23.06.1995 ist er auch formell
eine Unterabteilung des Vereins. Ablauf Viele haben sich wahrscheinlich noch keine
Gedanken gemacht, wie die Sitzungen mit allem Drum und Dran zustande
kommen. Wer noch nicht mit Kindern gearbeitet hat oder selbst keine hat,
stellt sich das vielleicht ganz einfach vor. Das ist es aber nicht! Es
bedarf schon frühzeitiger Planungen, umfangreicher Organisation und
Liebe zur Sache um das in den vielen Kinderköpfen Sprühende zu einem
Sitzungsprogramm zu formen, dass dann auch noch funktioniert und
begeistert. Viel Engagement, Freizeit und oft auch kosten müssen eine
Reihe von Idealisten hierfür investieren. Grundvoraussetzung jeder Sitzung ist zunächst,
dass viele Kinder bereit sind mit zu machen. Nun rekrutieren sich die
interessierten Akteure leider nicht in Scharen; vielmehr bringt der
erste Aufruf meist nur magere Resonanz. Beim zweiten Versuch werden dann
die Kinder persönlich angesprochen, was in der Regel mehr fruchtet.
Diese Probleme stellen sich erfreulicherweise nicht beim Zusammenstellen
der Funkengarde. Hier ist ein zunehmend positiver Trend zu verzeichnen,
sind doch die meisten Mädchen ganz erpicht darauf, ihre tänzerischen
Leistungen darzubieten. Die Zahl der begeisterten Interessenten wurde in
den letzten beiden Jahren so groß, dass neben der Kindergarde noch eine
„Mini-Garde“ gegründet werden konnte. Dies war natürlich nur möglich
durch den Einsatz der Choreografinnen, die in ihrer Freizeit oft täglich
mit den Mädchen trainieren. Auch die Frauen, Mädchen und Mütter, die andere
Gruppen und Akteure betreuen, leisten ein hartes Stück Arbeit. Der
Trend geht dabei immer mehr zu Tanz und Gesangsbeiträgen, die wenigsten
sind bereit eine Büttenrede zu halten. Das ist etwas traurig, denn was
ist eine Kappensitzung ohne Büttenrede!? Nachdem nun die Funkengarde und der Elferrat
„bestückt“ sind, beginnt die suche nach einem Prinzenpaar , was
sich nicht immer als ganz einfach erweist. Das größte Problem stellt
sich doch, einen passenden Prinzen für die Prinzessin zu finden.
Vorschläge Erwachsener werden oft mit: „Bohh, der doch nicht“, oder
„Der ist doch doof“ kommentiert. Hat sich die Prinzessin dann doch
entschieden, stellt sich das nächste Problem, der „Auserwählte“ fühlt
sich in seiner rolle überfordert. Es bedarf dann einiger Überredungskunst,
ihn von seiner „auf den Leib geschriebenen Rolle“ zu überzeugen.
Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel. Lobend seien in jedem
Fall die Eltern zu erwähnen, die es ihren Kindern ermöglichen, die
Regentschaft als Kinder-Prinzenpaar zu übernehmen, auch unter dem
finanziellen Aspekt. War die Prinzenpaarsuche also erfolgreich, steht
auch ungefähr 1 Woche vor der Sitzung endlich fest, wie viele Kinder in
welcher form aktiv werden. Vorsorglich wurden genügend Orden besorgt
und nach langem Suchen eine Kapelle gefunden, die zu einem akzeptablen
Preis die Kindersitzung musikalisch begleitet. Jetzt kann das Programm
erstellt und dem Präsidenten bis ins Detail alle Begrüßungen,
Ansprachen, Abmärsche etc. vorgegeben und mit ihm durchgesprochen
werden. Im Anschluss daran muss das fertige Programm mit der
Musikkapelle besprochen werden, damit die passende Musik an den
richtigen Stellen gespielt wird. Endlich ist es soweit. Die selbst erstellten
Eintrittskarten sind bereits verkauft und der Tag der Generalprobe steht
an! Diese erweist sich während der ersten halben Stunde in der Regel
als absolut chaotisch, sind doch ca. 50 Kinder während der Probe so
ruhig zu halten, dass die vortragenden ihre Darbietungen verhältnismäßig
ruhig üben können. Irgendwann beruhigt sich jedoch die „Meute“ und
die Generalprobe klappt dann einigermaßen. Zwei Tage später kommt dann
der große Tag und die ersten Aktiven „turnen“ schon morgens um
10:00 Uhr, während die Organisatoren den Saal richten, aufgeregt herum.
Pünktlich um 14:00 Uhr marschieren dann Prinzenpaar, Funkengarde und
Elferrat in die festlich geschmückte Narhalla ein und bieten einem
begeisterten Publikum eine Supershow. Nach etwa 2 Stunden freuen sich
alle Aktiven, vor allem die „hinter den Kulissen“, dass alles
relativ glatt verlaufen ist. Noch einmal gefordert sind die kleinen Akteure
beim Rosenmontagszug, an dem die Funkengarde, der Elferrat und nicht
zuletzt das Prinzenpaar, teilnehmen. Im Prinzenwagen, dankenswerterweise
von den Prinzenpaar-Eltern schön dekoriert, wird das Prinzenpaar dann während
des Umzuges von allen Rosenmontagsnarren bewundert. Last, but not least bleibt den
Verantwortlichen noch das Einsammeln der vereinseigenen Gardekleider,
der Elferratsuniform und die Suche nach einem geeigneten Ort, den
Prinzenwagen für ein weiteres Jahr unterzustellen.
Bleibt zum Schluss
die Hoffnung, dass der Gillenfelder Kinderkarneval stets aufrecht
erhalten bleibt uns sich immer wieder Idealisten finden, diese oft
chaotisch anmutende, jedoch auch schöne Arbeit mit so vielen, noch
begeisterungsfähigen Kindern fortzuführen. Caroline Schenk 1995 ergänzt durch Dietmar Geib 2010
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